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Lehrreiche Erkundungstour im Druckzentrum

Weddingstedt (asb) Mehr als 70 Grundschulklassen haben sich für die neue Zeitungsflirt-Runde von Boyens Medien und der Abfallwirtschaftsgesellschaft angemeldet. Eine Unterrichtsstunde besonderer Art erlebten gestern 24 Viertklässler der Grundschule aus Bargenstedt. Sie waren die Ersten, die unser Mitarbeiter Eckhart Wittke durch das Boyens-Druckzentrum in Weddingstedt führte. Die Schüler, die von Klassenlehrerin Gerlinde Teich begleitet wurden, staunten nicht nur über die mächtigen Papierrollen, die Drucktürme, die Förderbänder und die Beilagen-Straßen. In ihrer Schule hatten sie sich aus alten Zeitungen Hüte gebastelt, jetzt erlebten sie, dass es in einer Großdruckerei auch ziemlich laut zugeht. Vier Wochen beschäftigen sich die Schüler in dieser Leseförder-Aktion mit unserer Zeitung und machen dabei auch erste Schritte als Reporter.

27. Oktober 2010

Aus Müll und Abfällen lässt sich viel machen

Die Klasse 4 der Bargenstedter Grundschule zu Besuch bei Aladin in der KBA

Bargenstedt (rd) Im Rahmen des Projekts Zeitungsflirt besuchte die 4. Klasse der Grundschule Bargenstedt die Umweltschule Aladin bei der KBA (Kompost-Bausschutt-Altstoff- Aufbereitungsanlage). Hier ihr Bericht.

Mit einem gemeinsamen leckeren Frühstück mit Laugenstangen, Kohlrabi, Mohrrüben, Äpfeln und Bananen begann unser Erlebnistag im Gruppenraum der KBA. Neben den Tellern lagen noch die Abfälle und das Verpackungsmaterial von unserem Frühstück. Diesen Müll sortierten wir dann.

Mit Sicherheitswesten ausgerüstet und gut gestärkt gingen wir auf das Betriebsgelände und machten unseren ersten Stopp auf einer LKW-Waage. Unser Klassengewicht (24 Kinder, Frau Bothmann und Frau Teich) betrug 1128 kg. Das Durchschnittsgewicht kann ja jeder selbst ausrechnen.

Danach gingen wir in eine Halle, in der Restmüll, Sperrmüll und gelbe Säcke gesammelt werden.

Der Restmüll z.B. wird dort nur in Containern zwischengelagert und dann täglich nach Pinneberg/Tornesch in die Verbrennungsanlage gefahren, ebenso der Sperrmüll.

In der anschließenden Biomüllhalle hielten wir sofort die Nase zu und zogen die Kapuzen höher. Dieser Geruch, oje! Dort sahen wir dann, wie viele Fremdstoffe von Windeln über Metall, Plastik, große Äste noch in dem Biomüll waren. Mit einem Radlader schichtete ein Mann den Müll um, ein anderer sortierte große Teile aus. Danach kam der Biomüll in einen Trichter, und mit einem starken Magneten wurde dann Metall aussortiert, weil Metall später auch wieder verwertet werden kann. Auf einem Fließband wurde der Biomüll schließlich in einen Raum auf Stelzen, der wie ein großer Container aussah, befördert, und dort von zwei Männern, die eine Art Gasmaske und dicke Handschuhe trugen, nachsortiert. Sie holten noch jede Menge Fremdstoffe da raus. In der nächsten Halle war der reine Biomüll, der dort schließlich mit Hilfe von Bakterien, Feuchtigkeit, Wärme in 13 Wochen zu Kompost wird, den wir da dann kaufen können, z.B. für unsere Gärten.

Nun war die Zeit für Aladins Kompostmiete gekommen. So wie im Märchen, begaben wir uns ins Dunkle, aber wir hatten keine Wunderlampe und waren auch nicht wie Alad(d)in allein, sondern in Gruppen, ausgestattet mit Taschenlampe, Lupe, Stift, Klemmbrett und Arbeitsbogen. So begann unser Abenteuer, bei dem wir verschiedene Aufgaben lösen mussten.

Welche, verraten wir natürlich nicht. Besser selbst erleben. Nur so viel, wir waren mitten unter den Bakterien, Pilzen im Biomüll bzw nachher im Kompost. Aladin war toll, so wie übrigens auch das Märchen aus 1001 Nacht.

Zu zweit ging´s anschließend auf den Barfußpfad, auf dem wir über Korken, Tennisbälle und vieles mehr laufen mussten, bis wir zu den Fühlkästen kamen. In denen waren Gegenstände versteckt, die wir alle aus unserem Alltag kennen. Wir sollten sie ertasten und aufschreiben, wie wir und wo wir sie richtig entsorgen müssen. Dann gings zur Aussichtsplattform, von der aus wir toll das ganze Gelände übersehen konnten.

Es war ein toller Tag. Aladin hat uns super gefallen, und wir kommen wieder. Schon bald werden wir auf dem Gelände, gemeinsam mit anderen Klassen unserer Schule, eine Streuobstwiese bepflanzen.

3. November 2010

Was sind da wohl für Sachen drin?: Mit ihren Händen tasten die Kinder in den Fühlkästen nach Gegenständen.
Was sind da wohl für Sachen drin?: Mit ihren Händen tasten die Kinder in den Fühlkästen nach Gegenständen.

Wer macht das Wetter?

Grundschüler sind neugierig, wie unsere Zeitung entsteht

Pahlen (anp) Normalerweise stellt unsere Redakteurin Anja Petersen die Fragen. Gestern Vormittag in der Eiderschule in Pahlen war es andersherum.

Die beiden vierten Klassen machen mit beim Projekt Zeitungsflirt, das alle zwei Jahre von Boyens Medien, der Abfallwirtschaft Dithmarschen und der Shell angeboten wird. Dabei lesen sie, wie fast 70 weitere Grundschulklassen im Kreisgebiet, vier Wochen lang kostenlos unsere Zeitung, besuchen das Druckzentrum in Weddingstedt oder den außerschulischen Lernort der Abfallwirtschaft in Bargenstedt. Außerdem dürfen die Schüler Redakteure zu sich einladen und ihnen Löcher in den Bauch fragen.

Das haben die Pahlener Kinder gestern begeistert getan und dabei erfahren, wie der Arbeitsalltag eines Lokalredakteurs aussieht. Termine besuchen, fotografieren, einen Text schreiben und eine Zeitungsseite gestalten gehören zum Beispiel dazu. Die Kinder wollten aber auch wissen, wie Berichte vom anderen Ende der Welt so schnell in unserer Zeitung landen. Anja Petersen erklärte ihnen, dass dafür die Mitarbeiter einer Nachrichtenagentur sorgen. Denn die Redakteure aus Dithmarschen können nicht alle Termine der Welt selbst besetzen. Auch das Wetter wird geliefert – von Experten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. Gestaunt haben die Schüler, wie aufwendig die Tageszeitungsproduktion ist. Fünf große Rollen Papier und 40 Liter Farbe werden täglich benötigt, um die 32 000 Exemplare zu drucken. Das passiert übrigens nachts, damit die Zeitung dann am nächsten Morgen druckfrisch in den Briefkästen stecken kann. „Wir lesen sie dann am Frühstückstisch“, erzählten die Kinder.

19. November 2010

Die Viertklässler aus Pahlen zeigen, welche Seite der gestrigen Ausgabe sie besonders interessiert: Vor allem die Kindernachrichten, die Titelseite und Sportartikel lesen sie gerne. Foto: Petersen
Die Viertklässler aus Pahlen zeigen, welche Seite der gestrigen Ausgabe sie besonders interessiert: Vor allem die Kindernachrichten, die Titelseite und Sportartikel lesen sie gerne. Foto: Petersen

Traumjob Reporterin in Amerika

Kinder der Grundschule Hemmingstedt besuchen die Druckerei von Boyens Medien

Von Britta Hamann

Weddingstedt – „Ich möchte mal Reporterin werden“, da ist sich Anna aus der vierten Klasse der Grundschule Hemmingstedt ganz sicher. „Und ich auch“, sagt Annas Freundin Noomi, „aber nur in Amerika.“ Mit dem Projekt Zeitungsflirt von Boyens Medien haben die beiden Mädchen schon mal ganz gute Voraussetzungen ihren Traumberuf ein bisschen näher kennenzulernen.

Seit Herbst beteiligen sich die Neun- bis Elfjährigen an dem Projekt, das unsere Zeitung mit Unterstützung der Abfallwirtschaft Dithmarschen (AWD) und der Shell Deutschland in den Grundschulen anbietet. Alle Schüler erhielten täglich eine druckfrische Dithmarscher Landeszeitung auf ihren Klassentisch. Gemeinsam lasen sie die Zeitung, suchten ihre Lieblingsartikel heraus und schnitten sie für eine Sammelmappe aus. Außerdem wurden kurze Referate darüber gehalten.

Gestern besuchten Anna und Noomi, ihre 18 Klassenkameraden sowie Lehrerin Kathrin Dörscher die Druckerei unseres Verlages in Weddingstedt. Und da gab es erstmal ziemlich schwere Kost von Eckard Wittke, der für die Druckerei-Führungen verantwortlich ist. Der frühere Objektleiter sprach über Vierfarbdruck, Rasterbilder, Pixel, Rotation oder Offsetdruck. Und da rauchten natürlich die Köpfe.

Richtig spannend wurde es dann, als die Kinder die herumgereichten Druckplatten unter die Lupe nehmen und mit denen sie ordentlich Krach machen konnten. Wie viele solcher Platten man denn wohl für eine Tages-Ausgabe benötige, wenn eine Zeitung 32 Seiten hätte und man dafür je vier Platten bräuchte, wollte Wittke wissen. Und da mussten die Kinder wohl oder übel das große Einmaleins hervorkramen. „138, glaube ich“, antwortete das kleine Mathe-Genie Nils nach ein paar Sekunden. Dass er sich um zehn Druckplatten verschätzt hatte, fanden seine Mitschüler und Eckard Wittke gar nicht so schlimm.

Alle freuten sich nämlich inzwischen auf noch mehr Krach, und den gab es in der mehrstöckigen Druckereihalle. Erstmal wurden die riesigen Zeitungs-Papierrollen begutachtet „Die reichen bis nach Büsum“, verriet Eckard Wittke den staunenden Hemmingstedter Schülern. Mithilfe eines Schlittens werden die schweren Rollen an ihren Druckplatz befördert.

Im ersten Stock der Zeitungsdruckerei wurde es dann fast ohrenbetäubend laut durch den Lärm der großen Maschinen. Und außerdem gab es auch noch dreckige Finger als Nils, Alicya und noch ein paar andere Mutige eine gerade gedruckte Ausgabe des Nordanzeigers anfassten. Richtig druckfrisch eben. „Und warum riecht die Farbe so?“, wollte Noomi wissen. „Weil sie aus Öl und anderen Mineralien besteht“, antwortete Wittke.

Dann ging es zurück ins Erdgeschoss. Hier sahen die Jungen und Mädchen die fertigen Nordanzeiger über die Förderbänder laufen. Sie wurden für die Auslieferung zu Paketen verschnürt. Da hatte Anna dann gleich noch eine Frage: „Warum haben die Zeitung eigentlich Löcher am unteren Rand.“ Schuld daran ist der spitze Greifer, der die Blätter zum Sortieren anhebt, so Wittke.

Am Schluss lernten die Kinder aus Hemmingstedt noch etwas über den Verlag Boyens Medien. Der druckt nämlich nicht nur die Dithmarscher Landeszeitung und Anzeigenblätter, sondern auch Kalender, Bücher und Prospekte. „Auch sowas wie Bravo-Sport?“, wollte ein kleiner Fußballfan wissen. Denn im Moment gehören diese bunten Jugend-Zeitschriften zur Lieblingslektüre der Jungen und Mädchen. „Aber Ihre Zeitung find’ ich auch ganz gut“, tröstete Anna, nachdem Eckard Wittke die Bravo-Frage verneint hatte. „Besonders die Kinderseite lese ich immer gerne.“ Mit ihrer Freundin Noomi ist Grundschülerin Anna damit auf dem richtigen Weg. Denn das Lesen ist der wichtigste Schritt zum Erreichen des Traumberufs.

19.01.2011

Staunten über die großen Rollen voll mit Zeitungspapier: Larissa (v.li.), Laura, Larissa, Kjara und Alicya von der Hemmingstedter Grundschule.
Staunten über die großen Rollen voll mit Zeitungspapier: Larissa (v.li.), Laura, Larissa, Kjara und Alicya von der Hemmingstedter Grundschule.
Den beiden Viertklässlerinnen Noomi (links) und Anna aus Hemmingstedt gefällt besonders die Kinderseite der DLZ. Ihr Berufswunsch: Reporterin – am liebsten in den USA.
Den beiden Viertklässlerinnen Noomi (links) und Anna aus Hemmingstedt gefällt besonders die Kinderseite der DLZ. Ihr Berufswunsch: Reporterin – am liebsten in den USA.

Kleine Leser mit großer Neugier

Lundener Schüler nutzen den Besuch eines Redakteurs für viele Fragen

Lunden (rd) Eine Zeitung informiert nicht nur – sie macht auch neugierig. Die Drittklässler der Grundschule und die Förderschüler in Lunden hatten viele Fragen zur Arbeit von Journalisten. Unser Redakteur Henning Voß stand ihnen gestern Rede und Antwort .

Im Rahmen des Leseförderprojekts Zeitungsflirt, das Boyens Medien mit Unterstützung der Abfallwirtschaft Dithmarschen (AWD) und der Raffinerie Hemmingstedt anbietet, haben die Schülerinnen und Schüler täglich die Zeitung gelesen und Artikel ausgeschnitten. Mit diesem Fundus gab es natürlich viele Fragen.

„Wie lange müssen Journalisten denn arbeiten?“, wollte zum Beispiel Steven wissen. Als er erfuhr, dass Journalisten keine festen Arbeitszeiten haben und oft bis in die Abendstunden an den Berichten sitzen, waren er und seine Klassenkameraden erstaunt. Natürlich interessierte Steven und seine Mitschüler auch, wie der Alltag in der Redaktion aussieht. Dass die meiste Arbeit inzwischen am Computer erledigt wird und die Seiten am Bildschirm gebaut werden, überraschte sie allerdings nicht. Den Förderschülern wurde die Schulstunde nicht zu lang, sie hatten viele Fragen und fanden die Arbeitsabläufe bei einer Zeitung sehr spannend.

Auch die Grundschüler der 3d und 3e nutzten die Gelegenheit, einem Redakteur Löcher in den Bauch zu fragen: Warum hast du deinen Beruf gewählt? Wie wird man Journalist? Wer macht die Kinderseite? „Man wird Journalist, weil man neugierig ist“, sagte Voß, der auch schon oft die Kinderseite gemacht hat. „Wir bekommen die Berichte für diese Seite von der Nachrichtenagentur dpa“, erläuterte er. Sein Job fand übrigens Gefallen: Als Voß fragte, ob jemand Lust hätte, Journalist zu werden, reckten viele Schüler ihren Finger hoch.

28.01.2011

Die Schülerinnen und Schüler aus der 3d und der 3e der Grundschule Lunden stöberten interessiert in den vier Titeln von Boyens Medien: Brunsbütteler Zeitung, Marner Zeitung, Dithmarscher Kurier und Dithmarscher Landeszeitung. Fotos: Voß
Die Schülerinnen und Schüler aus der 3d und der 3e der Grundschule Lunden stöberten interessiert in den vier Titeln von Boyens Medien: Brunsbütteler Zeitung, Marner Zeitung, Dithmarscher Kurier und Dithmarscher Landeszeitung. Fotos: Voß
Neugierig auf das Entstehen einer Zeitung: Hinten, v. li.: Niels Dethlefs, Maik Graba, Steven Barth. Vorne, v. li.: Torben Rutsatz, Niklas Claußen, Chantal Kramer und Tobias Eggers.
Neugierig auf das Entstehen einer Zeitung: Hinten, v. li.: Niels Dethlefs, Maik Graba, Steven Barth. Vorne, v. li.: Torben Rutsatz, Niklas Claußen, Chantal Kramer und Tobias Eggers.

Was kommt auf die Titelseite?

Grundschüler setzen sich intensiv mit dem Medium Zeitung auseinander

Albersdorf (hb) Oft ist die Sorge zu hören, die elektronischen Medien könnten die gedruckten Medien verdrängen und diese an Attraktivität einbüßen. Wer die 3. und 4. Klassen der Albersdorfer Grundschule erlebt hat, der muss sich in dieser Hinsicht keine Sorgen machen.

„Wer hat denn zu Hause eine Zeitung und wer von euch liest auch darin“, will Redakteur Hermann Böttiger bei seinen Besuch in der Klasse 4a von den Schülern wissen: Fast alle Finger gehen nach oben!

Keine Frage, die Kinder interessieren sich für dieses Medium. Über mehrere Wochen haben sie sich im Rahmen des Leseförderprojekts Zeitungsflirt, das Boyens Medien in Zusammenarbeit mit der Abfallwirtschaft Dithmarschen (AWD) und der Raffinerie Hemmingstedt anbietet, mit diesem Thema beschäftigt. Der Redakteursbesuch wird genutzt, um Informationen aus erster Hand zu bekommen und die Kinder haben sich sehr gut vorbereitet: Die Fragen wollen überhaupt keine Ende nehmen.

„Wer entscheidet darüber, was auf der Titelseite steht?“, will Sarah wissen. Dazu finden mehrmals täglich Redaktionskonferenzen statt, erfährt sie. Dabei wird die aktuelle Nachrichtenlage besprochen, beurteilt und schließlich festgelegt, was wo und wie platziert wird. – Ähnliches haben auch die Kinder mit ihren Mitteln in den zurückliegenden Wochen gemacht. Sie haben Nachrichten und Bilder geordnet, Artikel geschrieben, Schlagzeilen entworfen. Sie haben gelernt, dass die Zeitung über feste Strukturen wie Lokal- Politik- und Anzeigenteil verfügt. Gelesen haben sie oft die gesamt Palette der Zeitung, nicht nur die Kinderseite. „Die Schüler haben während der letzten Wochen viel über Zeitung und Zeitungmachen gelernt“, zieht Klassenlehrerin Edeltraud Jens eine positive Bilanz der Aktion.

Sie wollen alles zum Thema Zeitung wissen und haben sich ihre vielen Fragen schwarz auf weiß notiert: Die Klasse 4b der Grundschule Albersdorf hat sich fleißig auf den Unterrichtsbesuch vorbereitet. Foto: Böttiger
Sie wollen alles zum Thema Zeitung wissen und haben sich ihre vielen Fragen schwarz auf weiß notiert: Die Klasse 4b der Grundschule Albersdorf hat sich fleißig auf den Unterrichtsbesuch vorbereitet. Foto: Böttiger

Wo Zusammenhalt das A und O ist

Aktion Zeitungsflirt: Drittklässler der Grundschule West auf Entdeckungstour bei der Feuerwehr

Von Michael Behrendt

Brunsbüttel – Was sind die Aufgaben der Feuerwehr? Was macht die Brunsbütteler Wehr zu einer ganz besonderen im Kreis? Und: Wie werde ich Feuerwehrmann beziehungsweise -frau? Fragen, auf die die Drittklässler der Grundschule West bei unserer Aktion „Zeitungsflirt“ Antworten aus erster Hand bekommen haben.

Das „Boah“-Erlebnis ist groß, als die Lütten die lange Fahrzeughalle der Feuerwache an der Kopernikusstraße betreten. Riesig wirken hier die großen Wechselladerfahrzeuge, die dort in Reih und Glied auf ihren nächsten Einsatz warten. Wir sind in der „Spezialitätenhalle“ der Brunsbütteler Feuerwehr angekommen, denn die Fahrzeuge, die hier stehen, sind zum Teil einmalig im Kreis. Die Feuerwehr Brunsbüttel ist nämlich nicht nur dazu da, den Brandschutz in Brunsbüttel sicherzustellen und Menschen mit technischem Gerät aus Notlagen zu befreien, erklärt Feuerwehrmann Mark Schmidt den Drittklässlern. Sie nimmt auch Aufgaben des Landes wahr, ist eine von mehreren Schiffsbrandbekämpfungseinheiten in Schleswig-Holstein und verfügt deshalb über ganz spezielle Ausrüstung.

Am Ende der Fahrzeughalle zieht das Ölwehrboot „Mok wi“ die Blicke der Kinder auf sich. Das kommt zum Einsatz, wenn auf Gewässern größere Mengen Öl ausgetreten sind, die mit speziellen schwimmenden Sperren eingeschlengelt werden, erläutert Schmidt. Feuerwehr und Bootfahren, das ist für die Lütten neu – und verstärkt bei manch einem das Interesse, selbst bei der Feuerwehr mitzumachen.

Möglich ist das ab einem Alter von zehn Jahren, sagt Schmidt, der zum einen hauptamtlich bei der Feuerwehr Brunsbüttel beschäftigt ist, zugleich aber auch Mitglied der freiwilligen Feuerwehr und dort im Speziellen stellvertretender Jugendfeuerwehrwart ist. Da werden einige hellhörig, denn die meisten der interessiert lauschenden Jungen und Mädchen sind neun Jahre alt und könnten damit schon bald der Jugendfeuerwehr beitreten. Dort werden die Kinder langsam an die vielfältigen Aufgaben herangeführt, die Feuerwehrleute im Einsatzfall erwarten. Aber Jugendfeuerwehr, das ist nicht nur Dienst, sondern auch viel Spaß – ob bei Zeltlagern, Ausflügen oder Reisen, die nicht selten ins Ausland führen. Kameradschaftlicher Zusammenhalt werde nämlich in der Feuerwehr groß geschrieben, betont Schmidt, der mit Mark angesprochen werden möchte – das „Du“ ist in der Feuerwehr nämlich üblich. „Ohne Teamwork geht es bei uns nicht.“ Schließlich muss sich im Ernstfall auch der eine auf den anderen verlassen können.

„Hast du denn Angst, wenn du ins Feuer gehen musst?“, fragt Madeline (9). „Angst nicht, aber Respekt“, antwortet Schmidt. Bei den meisten Einsatzkräften sei nach langen Jahren in der Feuerwehr gewisse Routine eingekehrt, den Respekt allerdings dürfe niemand verlieren. „Nur so kann man bewerten, wenn ein Einsatz zu gefährlich wird“ – und notfalls auch den Rückzug antreten. Denn wenngleich alle Feuerwehrleute rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr bereit stehen, sich für die Sicherheit der Bürger einzusetzen: Heil nach Hause kommen wollen sie auch.

11.02.2011

Die Klassen 3a und 3b mit ihren Lehrerinnen Hildegard Noweck und Wiebke Jebens sowie Feuerwehrmann Mark Schmidt.
Die Klassen 3a und 3b mit ihren Lehrerinnen Hildegard Noweck und Wiebke Jebens sowie Feuerwehrmann Mark Schmidt.

Morgenlektüre im Klassenzimmer

Grundschüler aus Wesselburen erkennen: „Zeitunglesen macht Spaß“

Von Ralf Tiessen

Wesselburen – Einmal als Reporter unterwegs sein, Fotos machen und Geschichten in die Zeitung bringen: Für die Jungen und Mädchen der Klasse 4b an der Grundschule in Wesselburen hat sich der Wunsch gestern erfüllt.

Die kleinen Nachwuchsreporter beteiligen sich derzeit an dem Projekt Zeitungsflirt, das alle zwei Jahre von Boyens Medien in Kooperation mit der Abfallwirtschaft Dithmarschen und der Raffinerie Hemmingstedt angeboten wird.

Unter anderem kann das Druckzentrum in Weddingstedt besucht werden, aber auch eine Fahrt zum außerschulischen Lernort der Abfallwirtschaft Dithmarschen ist möglich. Fast 70 Grundschulen in Dithmarschen beteiligen sich in diesem Jahr an der Aktion.

Die Viertklässler aus Wesselburen haben sich gestern einen Redakteur in die Klasse eingeladen, um mehr über den Arbeitsalltag eines Journalisten zu erfahren. Vor allem als die Lütten hörten, wie so eine Zeitung entsteht, waren die Jungen und Mädchen mucksmäuschenstill.

Am späten Abend, unmittelbar nach Redaktionsschluss, werden die Druckmaschinen in Weddingstedt ins Rollen gebracht. Knapp zwei Stunden dauert es, dann sind mehr als 30 000 Zeitungen fertig. Noch in der Nacht werden alle Exemplare in der Region verteilt. Zahlreiche Austräger sorgen dann dafür, dass die Abonnenten ihre Tageszeitung erhalten.

Im Rahmen des Projektes Zeitungsflirt bekommt auch jeder Schüler vier Wochen lang ein Exemplar ins Klassenzimmer geliefert. Der elfjährige Lucas Möller aus Reinsbüttel liest am liebsten die Sportseiten, während Charleen Hartung (9) aus Schülperweide und Johanna Horn (10) aus Wesselburen die Seite der Kindernachrichten bevorzugen. Die Kinder haben ihre Freude mit der Morgenlektüre. Viele seien so eifrig dabei, dass sie die Exemplare sogar mit nach Hause nehmen, berichtet Klassenlehrerin Anja Bück.

Täglich steht das Thema Zeitung auf dem Stundenplan. Und während es schon einmal passieren kann, dass jemand die Hausaufgaben vergessen hat, sei es in den vergangenen Wochen kein einziges Mal vorgekommen, freut sich Anja Bück. Eigene Artikel haben die Lütten auch schon geschrieben und dabei gemerkt, dass das gar nicht so einfach ist.

Am Ende des zweistündigen Besuchs freuten sich die Jungen und Mädchen, einmal auf den Auslöser der Kamera zu drücken. Kim Michelle Krüger, Furkan Tavsan und Ankathrin Brose durften ihre Mitschüler fotografieren, und Fiene Schiefelbein hatte ihre Klassenlehrerin Anja Bück vor der Linse.

Ganz gespannt fieberten die Schüler dem heutigen Tag entgegen, denn sie wollen sich alle einmal mit Foto in der Zeitung sehen.

19.02.2011

Sportseiten und Kindernachrichten werden von den Schülern der Klasse 4b der Wesselburener Grundschule am liebsten gelesen. Foto: Tiessen
Sportseiten und Kindernachrichten werden von den Schülern der Klasse 4b der Wesselburener Grundschule am liebsten gelesen. Foto: Tiessen

Zeitungsflirt mit dem Rettungsdienst

Vom Patienten-Simulator bis zur Fahrtrage: Grundschüler erkunden neues Ausbildungszentrum

Von Dieter Höfer

Heide – Anruf unter 112, und schon kommen sie: Die Männer und Frauen des Rettungsdienstes sind nach Unfällen oder bei schweren Krankheiten sofort zur Stelle, um zu helfen und Leben zu retten. Gestern hatte die neue Rettungsdienst-Akademie eine Menge Besuch.

Im Rahmen des Boyens-Medien-Projekts „Zeitungsflirt“ haben sich die Jungen und Mädchen der beiden vierten Weddingstedter Grundschulklassen zusammen mit ihren Lehrern Peter Gondesen und Harald Gerecke hautnah angesehen, wie und wo die Rettungssanitäter ausgebildet werden.

Auf ihrem Stundenplan stand ein Ausflug zur neuen Rettungsdienst-Akademie. Die bundesweit modernste Schule dieser Art befindet sich im Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen am Westküstenklinikum in Heide.

„Wann braucht jemand die Hilfe des Rettungsdienstes?“, wollte Sascha Langewand, der Leiter der Rettungsdienst-Akademie, von den kleinen Besuchern wissen. Und schon sprudelte es aus den Jungen und Mädchen nur so heraus: „Nach einem Fahrradunfall.“ – „Nach einen Autounfall.“ – „Wenn man nicht mehr atmen kann.“ – „Bei einem Herzinfarkt.“ – „Bei einem Beinbruch.“

Die Weddingstedter Grundschüler wussten sogar über die stabile Seitenlage, die Erste Hilfe und die wichtige Notrufnummer 112 Bescheid. Was nicht allen bekannt war: In einem Rettungswagen muss nicht immer ein Notarzt sitzen – auf jeden Fall aber die Rettungsassistenten.

Ausgebildet werden sie zum Beispiel in der Rettungsdienst-Akademie in Heide. Erst im Dezember war dieses Schulungszentrum eröffnet worden.

Sascha Langewand zeigte den Kindern sämtliche Räume der Akademie, die 2,6 Millionen Euro gekostet hatte. Besonders spannend war es für die Kinder in der Trainingshalle, wo die angehenden Rettungsassistenten in echten Autos und mit Patienten-Simulatoren ihre Einsatzarbeit trainieren.

Die lebensgroßen Puppen stecken voller Technik, damit die Rettungssanitäter realitätsnah ausgebildet werden können.

Die Jungen und Mädchen aus Weddingstedt lernten die Trainingspuppen Anne und Kelly kennen, setzten sich hinter das Steuer der Autos – die natürlich nicht fuhren – und probierten eine Fahrtrage aus, mit der die Rettungswagen ausgestattet sind.

„Sehr spannend“, urteilte Chantal am Ende des Klassenausflugs in die Rettungsdienst-Akademie. „Am besten war die Trainingshalle“, meinten Alicia und Jamiro. Und ein begeisterter Mitschüler verriet einem Klassenkameraden: „Eigentlich will ich hier gar nicht mehr weg.“ Der Angesprochene hatte einen Tipp für ihn: „Dann werd‘ doch einfach Rettungssanitäter.“

31.03.2011

In der Trainingshalle der Rettungsdienst-Akademie: Die Weddingstedter Grundschüler mit ihren Lehrern Harald Gerecke (links) und Peter Gondesen (Mitte) sowie
In der Trainingshalle der Rettungsdienst-Akademie: Die Weddingstedter Grundschüler mit ihren Lehrern Harald Gerecke (links) und Peter Gondesen (Mitte) sowie
dem Leiter der Rettungsdienst-Akademie, Sascha Langewand. Fotos: Höfer
dem Leiter der Rettungsdienst-Akademie, Sascha Langewand. Fotos: Höfer
Erste Hilfe leisten, da kannten sich die Grundschüler bereits aus und konnten es unter anderem an der 60-Kilo-Puppe Kelly üben.
Erste Hilfe leisten, da kannten sich die Grundschüler bereits aus und konnten es unter anderem an der 60-Kilo-Puppe Kelly üben.

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