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14.11.2011 06:00 Uhr Burg

"Der FC braucht eine starke Spitze"

Kai Petersen (49) mit sehr großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt

Der neue Vorsitzende Kai Petersen mit einem Ausdruck der "Wall of support", einer Wand der Unterstützer. Dort sollen Sponsoren eingetragen werden, die mit Beträgen von 20 bis 100 Euro im Jahr den Verein zusätzlich finanzieren.  Fotos: Schwohn

Der neue Vorsitzende Kai Petersen mit einem Ausdruck der "Wall of support", einer Wand der Unterstützer. Dort sollen Sponsoren eingetragen werden, die mit Beträgen von 20 bis 100 Euro im Jahr den Verein zusätzlich finanzieren. Fotos: Schwohn

(ins) Der traditionsreiche Burger Fußball-Club hat einen neuen Vorsitzenden. Während der außerordentlichen Mitgliederversammlung wählten 42 der 43 anwesenden Mitglieder Kai Petersen an die Spitze ihres Vereins. Der 49-jährige Petersen, verheiratet und Vater dreier Söhne, ist von Beruf Reetdach- und Dachdecker mit eigener Firma und zehn Mitarbeitern.

Kai Petersen dürfte die richtige Wahl sein, denn Erfahrung in der Vereinsführung bringt der Burger reichlich mit. Viele Jahre fungierte er als Chef der Handball-Spielgemeinschaft Hochdonn-Süderhastedt-Burg, deren Förderverein er bis heute leitet. Und seit sich die SG Ho-Sü-Bu mit der SG Eddelak-St. Michaelisdonn im vergangenen Jahr zur "SG Dithmarschen-Süd" zusammenschloss, übernahm er auch dort die Führung. FC-Mitglied wurde er erst 2011, seit einem dreiviertel Jahr gehört er zu den Altligisten. "Ich brauche sportliche Betätigung und im Handball gibt es ja leider keine Altliga", sagte der neue Vorsitzende.

Kai Petersen ist bekannt als Freund deutlicher Worte, davon konnten sich die FC-Mitglieder an Ort und Stelle überzeugen. "Ein Verein kann nur mit einem kompetenten Vorstand funktionieren. Der FC braucht eine starke Spitze, darum werde ich alle in die Pflicht nehmen. Hier darf nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen", betonte Petersen. Hohe Erwartungen setze er in die Jugendarbeit, die Trainerfortbildung und die Zukunft der in der Kreisklasse A spielenden ersten Herrenmannschaft.

"Wir haben zu wenig Spieler, müssen die Mannschaft mit Altligisten auffüllen, was nicht optimal ist, und einige Spieler tragen sich zudem mit Wechselgedanken", beschrieb er die Situation. Man müsse Zeichen setzen, die Spieler wieder auf ihren Verein einschwören. "Ich bin ein FC-ler, ich werde nicht wechseln, sondern mir den A…. aufreißen um meinen Verein wieder voran zu bringen.”

Um den FC Burg finanziell zu stärken, will sich Petersen zunächst den zahlreichen säumigen Zahlern unter den Bandenwerbern annehmen. "Wer nicht zahlt, dessen Werbung wird umgedreht oder auf den Kopf gestellt.”

Geld in die Kasse bringen soll auch eine "Wall of support" (Wand der Unterstützer), die Petersen im Vereinsheim aushängen wird. Deren Steinchen sind in Gold, Silber, Bronze und Kupfer aufgeteilt und auf denen können sich Sponsoren je nach Farbe für eine 100, 50, 30 oder 20 Euro-Spende für ein Jahr verewigen.

Mit dem Rücktritt von Elke Goehlke-Kollhorst wurde auch das Amt des Kassenwartes vakant, das die bisherige Vorsitzende nach dem Ausscheiden von Joachim Wulf kommissarisch übernommen hatte. Auf diesen Posten wurde FC-Urgestein Dieter Voß gewählt. Der 70-jährige Bankkaufmann im Ruhestand übernahm die bis zum 13. Oktober von Goehlke-Kollhorst geführte Kasse in "ordentlichem und einwandfreiem Zustand". Davon hatte er sich zuvor selbst, gemeinsam mit Kassenprüfer Gerhard Schmoland, überzeugt. Der Kassenbestand betrug bei der Übergabe 2206,34 Euro. Elke Goehlke-Kollhorst erhielt den Dank des Vorstandes und wurde von ihrem Nachfolger mit einem Präsent verabschiedet.

Von der Versammlung bestätigt wurden die von der Jugendabteilung gewählten Jugendwarte Karl-Heinz Grund und Kay Hennings.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder, die FC-Satzung dahingehend zu ändern, dass künftig die Einladungen inklusive Tagesordnung zu außerordentlichen Mitgliederversammlungen nicht mehr in der Tagespresse veröffentlicht werden müssen. In Zukunft müssen sich die FC-Mitglieder in den Aushängen über anstehende Sitzungen informieren.

Von: Inge Schwohn

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