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17.02.2012 06:00 Uhr

Meldorf wird für einen Tag zur Autostadt

Aktionstag mit US-Car-Treffen, Rennwagen, Autoschau und mehr

Ein Traumauto, Cadillac Coupe Baujahr 1959. Mann darf gespannt sein, ob so ein Schatz auch beim Meldorfer US-Car-Treffen auftaucht. Foto: dpa

Ein Traumauto, Cadillac Coupe Baujahr 1959. Mann darf gespannt sein, ob so ein Schatz auch beim Meldorfer US-Car-Treffen auftaucht. Foto: dpa

(gro) Im Arbeitskreis Meldorf-Woche rauchen seit Jahresbeginn die Köpfe, damit im Programm 2012 neue Akzente gesetzt werden können. Mit Erfolg: Zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe wird sich in Meldorf alles ums Auto drehen.

Das verdankt der Arbeitkreis Peter Harder, vielen Dithmarschen eher unter dem Namen Dr. Crash und als Veranstalter der Ackerrallye bekannt. Doch keine Sorge, verbogenes Blech, wie es auf dem Trennewurther Acker massenweise produziert wird, kommt am 6. Mai in der "Autostadt" Meldorf nicht vor. Im Gegenteil. Man darf sich auf jede Menge glänzenden Lack, blitzendes Chrom und Pferdestärken unter der Motorhaube freuen.

Peter Harder organisiert das erste Meldorfer US-Car-Treffen. Für begleitendes Unterhaltungsprogramm unter anderem mit Squaredance sowie Country- und Rock’n’Roll-Musik sorgt der Meldorf-Woche-Ausschuss. Peter Harder rechnet mit großer Beteiligung und verspricht, dass es auf dem Parkplatz am Nahversorgungszentrum nicht nur viele tolle Wagen zu bestaunen sein werden. "Da entwickeln sich bestimmt auch viele gute Gespräche. Die Liebhaber von US-Cars sind offen und freuen sich über jeden, der sich für ihre Autos interessiert", sagt Harder.

Obendrein sei diese Spezies, zu der er selbst gehört, sehr beweglich. Das heißt, die dicken Schlitten mit den vielen Zylindern und Pferdestärken unter der Haube werden am 6. Mai selbstverständlich auch durch Meldorf "cruisen". Das ist ein Begriff aus US-amerikanischen Jugendsprache der 1950er-Jahre und bedeutet das langsame innerstädtische Umherfahren und Passieren möglichst stark frequentierter Orte. Man werde die tollen Schlitten dabei nicht nur sehen, sondern auch den besonderen Klang ihrer Motoren zu hören bekommen. "Das gehört einfach dazu", schwärmt Harder.

So ein US-Car-Treffen macht Meldorf natürlich noch längst nicht zur "Autostadt". Vielmehr sind alle, die in irgendeiner Weise mit Autos oder motorisierten Zweirädern zu tun haben, eingeladen, sich an dem Aktionstag zu beteiligen. Es geht darum eine Auto-Meile, die sich vom Südermarkt, wo das beliebte Oldtimertreffen wieder stattfindet, durch die Gehstraßen und über den Zingel bis zum Nahversorgungszentrum an der Kampstraße erstreckt, mit sehenswerten Automobilen und Mitmachaktionen zu füllen.

Aufgerufen mitzumachen, sind zum Beispiel auch Menschen, die bislang eher im Verborgenen betagte Fahrzeuge hegen und pflegen. Ob Pkw, Lanz Bulldogs oder VW-Bullis, Trecker, alte Feuerwehrfahrzeuge oder Lastwagen, alte und neue Motorräder, Quads und Roller - jedes sehenswerte Fahrzeug bekommt an diesem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt einen Platz.

Wer mitmachen will, meldet sich bei Peter Harder unter Tel.: 0 48 32/18 06 oder dessen Sohn, Tel.: 98 84 18. Und wer Aktionen rund um das Auto anzubieten hat - da sind natürlich insbesondere alle entsprechenden Gewerbetreibenden angesprochen - kann sich auch an Arne Warns, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Meldorf-Woche wenden unter Tel.: 0 48 32/14 87.

Neben Aktionen bei Opel Rau und der Vorführung besonderer Motorroller, die für das Programm schon "gebucht" sind, hat Peter Harder noch etwas Exklusives an Land gezogen: Das Team Raceyard von der Fachhochschule Technik in Kiel wird mit einem seiner Formelwagen nach Meldorf kommen. Es geht um ein besonderes studentisches Projekt, das vorgestellt wird. Seit sechs Jahren beschäftigen sich Studenten aller Fachbereiche und Semester mit der Konstruktion, Fertigung und Vermarktung eines Rennwagens. Mit ihrem Produkt treten sie dann gegen bundesweite und internationale Konkurrenz an zum Beispiel bei Treffen in Silverstone oder am Hockenheimring.

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