

Schematische Darstellung der Umleitungsstrecken für den Fernverkehr und den regionalen Lkw-Verkehr von der B 431 in Richtung Meldorf. Grafik: Wiebers
(gro) Während in Bargenstedt die Arbeiten an der Erneuerung der Bundestraße 431 gut voran gehen, haben diese Woche die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt der Straßensanierung im Bereich Nindorf begonnen. Am 16. Juli geht es los mit den Bauarbeiten und den damit verbundenen Straßensperrungen und Umleitungen.
Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein lässt die Fahrbahn der B 431 mitsamt Radweg auf der Südseite in den Ortsdurchfahrten Nindorf und Meldorf in insgesamt fünf Bauphasen komplett erneuern. Die Maßnahme wird - mit Unterbrechung, abhängig von der Witterung, von Dezember bis Anfang März - bis voraussichtlich Juli 2013 dauern. Parallell zur den Straßenbauarbeiten saniert der Wasserverband Süderdithmarschen die Kanalisation, Schächte und Hausanschlussleitungen auf der gesamten Strecke. Außerdem wird in Nindorf eine neue Trinkwassertransportleitung verlegt.
In diesem Jahr sind drei Bauabschnitte auf dem Teilstück Farnewinkler Straße bis Grenzweg (Ortsgrenze zu Meldorf) vorgesehen, die möglichst bis Dezember abgeschlossen sein sollen. Vom 16. Juli bis Ende August ist das Teilstück vom Grenzweg bis zur Wolmersdorfer Straße dran, danach der Abschnitt bis zum Lunkenweg und dann der Rest bis zur Farnewinkler Straße.
In dieser Zeit müssen alle Autofahrer sich auf veränderte Verkehrsführungen und damit längere Fahrzeiten einstellen. Die B 431 wird für die Zeit der Bauarbeiten von der Abzweigung Farnewinkler Straße in Richtung Meldorf für den Verkehr Richtung Meldorf gesperrt. Stadtauswärts werden die Fahrzeuge per Einbahnstraßenregelung an der jeweiligen Baustrecke vorbeigeführt. Bis die Baumaßnahme in Bargenstedt fertig ist, gilt ab Farnewinkler Straße weiterhin die Umleitung über Krumstedt. Anlieger und Linienbusse können stadteinwärts eine naheliegende Umleitungsstrecke nutzen (siehe Plan unten). Der gesamte Fernverkehr von der Autobahn 23 kommend sowie der regionale Lkw-Verkehr in Richtung Meldorf wird ab 16. Juli weiträumig umgeleitet.
Der Fernverkehr, also auch Urlauber, die über die Autobahn kommen und nach Meldorf wollen, wird zur Autobahn-Anschlussstelle Heide-Süd geschickt und dann auf die B 5 über Hemmingstedt (auf dem Plan oben Grün).
Der regionale Lkw-Verkehr muss aus Richtung A 23 kommend über die K 25 oder die L 327 (Farnewinkler Straße) nach Krumstedt und weiter nach Süderhastedt fahren. Von dort weiter auf der L 141 über Frestedt nach St. Michaelisdonn und auf die L 138 über Gudendorf nach Meldorf (auf dem Plan Rot).
Von der Kanalfähre Hochdonn kommend, erfolgt die Umleitung über Süderhastedt (L 327) und Frestedt (L 140) nach St. Michaelisdonn und dann weiter über die L 138 nach Gudendorf und Meldorf (auf dem Plan Braun).
Das heißt für sämtlichen Verkehr aus Süd-Osten Richtung Meldorf sind längere Fahrzeiten einzukalkulieren. Und Gewerbetreibende, die gerade in den Sommermonaten von Touristen profitieren, müssen sich wohl auf weniger Kunden einstellen. Maike Krogmann vom gleichnamigen Gemüsehof in Nindorf rechnet damit. Wie stark sich die Bauarbeiten auf das Geschäft auswirken, müsse sie aber noch abwarten. Zwar sei seit der Sperrung der B 431 in Bargenstedt der Umsatz schon etwas gesunken. Das liege aber auch daran, dass viele Einheimischen in Ferien seien und die meisten Urlauber erst noch kommen, meint sie.
Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt, plant Familie Krogmann auf ihrer Koppel am Rand des Süderlandweges (innerörtliche Umleitung, Plan unten) einen zweiten Stand aufzubauen, damit die Kundschaft auf dem Weg nach Meldorf ihr Gemüse kaufen kann und einen Umweg spart.

Am Schwarzen Weg und dem Süderlandweg werden auf beiden Seiten die Bankette ausgekoffert und mit tragfestem Material verfüllt, damit diese Wirtschaftswege während der Verkehrsumleitung nicht kaputt gefahren werden. Foto: Böttiger

Der Anliegerverkehr und die Linienbusse in Richtung Meldorf werden ab der Farnewinkler Straße per Einbahnstraßenregelung über den Schwarzen Weg und den Süderland- sowie Grenzweg umgeleitet. Die Bushaltestellen werden je nach Baufortschritt in Abstimmung mit der Firma Autokraft und den Gemeinden an geeignete Stellen verlegt.
Von: Gesine Groll
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