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12.06.2012 06:00 Uhr Marne

Verkehrsangelegenheiten sind die größten Sorgen

Anwohner geben Bürgermeistern Hinweise im Wohngebiet Röntgenstraße mit auf den Weg

Autos müssen auf die Gegenfahrbahn ausweichen, wenn sie an der "Nase" zur Verkehrsberuhigung vorbeifahren wollen. das Problem: Oftmals kommen zugleich Autos aus der Emil-von-Behring-Straße (rechts) und es kommt beinahe zum Zusammenstoß.  Foto: Geschke

Autos müssen auf die Gegenfahrbahn ausweichen, wenn sie an der "Nase" zur Verkehrsberuhigung vorbeifahren wollen. das Problem: Oftmals kommen zugleich Autos aus der Emil-von-Behring-Straße (rechts) und es kommt beinahe zum Zusammenstoß. Foto: Geschke

(rg) Stürmisch war es auf dem Parkplatz an der Elsa-Brandström-Straße, wo die Marner Bürgermeister ihren Pavillon aufgebaut hatten. Allerdings waren es nicht die Marner, die für den Sturm sorgten, sondern Petrus, der Gewitterwolken über Marne hinweg trieb.

Die vierte Runde der Bürgermeistergespräche vor Ort war die bisher entspannteste. Hans-Joachim Möller und seine beiden Vertreter Rüdiger Martin und Rainer Osnabrügge hatten es sich auf dem Parkplatz in dem Wohngebiet gemütlich gemacht.

In den ersten 20 Minuten waren die Kommunalpolitiker unter sich, doch dann fanden sich einige Anwohner ein, die ihren Sorgen freien Lauf ließen. Vor allem Verkehrsprobleme lagen den Anwohnern auf der Seele.

Dazu gehörte zum Beispiel der fehlende Radweg in der Röntgenstraße. "Wir Radfahrer müssen uns von den Autofahrern beschimpfen lassen, weil wir auf der Straße fahren", machte ein Anwohner deutlich. Seine Kritik richtet sich vor allem daran, dass es einen Radweg in der Schleusenstraße in Friedrichskoog gebe und dieser Bereich als Tempo 30 Zone ausgewiesen sei, dies aber in Marne nicht möglich sein soll. Bürgermeister Möller schrieb eifrig mit und will sich der Sache annehmen.

Nicht weniger problematisch ist die Situation in der engen Schmiedestraße, wo die Autos am Straßenrand parken. "Wenn die Autos dort stehen, müssen Lkw und breitere Fahrzeuge über die Bürgersteige fahren, die schon alle kaputt sind", sagte ein Anwohner. Er schlug vor, Parkverbote einzurichten oder auch die Straße zu einer Einbahnstraße zu machen.

Ein echter Brennpunkt ist in der Röntgenstraße die Einmündung zur Emil-von-Behring-Straße. "Dort stehen die "Nasen" zur Verkehrsberuhigung so ungünstig, dass Autofahrer aus der Emil-von-Behring-Straße mit dem Gegenverkehr beinahe zusammenstoßen, wenn sie in Richtung Bundesstraße abbiegen", beschrieb ein Anwohner die Situation. Das Problem: Genau gegenüber der Einmündung befindet sich eine solche Nase. Damit Autofahrer aus Richtung Bundesstraße an diesen vorbeifahren können, müssen sie auf die Gegenfahrbahn wechseln. Im Einmündungsbereich ist das aber gefährlich, denn Autofahrer aus der Emil-von-Behring-Straße haben eigentlich Vorfahrt und könnten ohne große Probleme nach rechts abbiegen. Dort ist es schon häufig zu Beinaheunfällen gekommen, berichteten Anwohner. Ob es dafür eine einfache Lösung gibt, konnte Möller auch nicht sagen, will dies aber klären.

Die Fußgänger haben es in der Röntgenstraße ebenfalls schwer. Eine Mutter wies darauf hin, dass ein Teil des Fußweges in den Graben abgerutscht sei und es dadurch sehr große Lücken zwischen den Steinen gebe. Sie selbst sei dort sogar schon mit einer Karre gestürzt und würde jetzt immer die Straßenseite wechseln - zu ihrer eigenen Sicherheit. Auch dort will Möller nachfassen.

Das nächste Treffen vor Ort mit den Marner Bürgermeistern findet am kommenden Freitag, 15. Juni, am Berliner Platz statt.

 

Von: Reinhard Geschke

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