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Montag, 05. September 2011 | Von: Ulrich Seehausen

Auftakt-Tour für den Klimaschutz

Radeln über die städtischen Huckelpisten, der sechsjährige Daniel Meier war jüngster Teilnehmer

Gleich geht’s los: Im Verband gehen 18 Heider für die Umweltschutzaktion "Gemeinsam radeln fürs Klima" auf die Strecke.  Foto: Seehausen

Gleich geht’s los: Im Verband gehen 18 Heider für die Umweltschutzaktion "Gemeinsam radeln fürs Klima" auf die Strecke. Foto: Seehausen

Heide

(us) Am Ende guckte der kleine Daniel Meier noch genauso fröhlich in die Weltgeschichte wie zu Beginn der Tour. Immerhin 17,6 Kilometer legte der Sechsjährige durch die belebte Innenstadt zurück.

Mit ihm stiegen 17 weitere Freizeit-Radler auf den Drahtesel, um für eine gesündere Umwelt in die Pedale zu treten. Der Anfang ist also gemacht. In den kommenden drei Wochen wollen in Heide weitere 100 Bürger kräftig für die bundesweite Klimaschutz-Aktion strampeln. Ausdrücklich aufgefordert sind auch Kommunalpolitiker, damit sie ihre Stadt einmal aus der Lenkerperspektive erleben. Beim Auftakt der von der Lokalen Agenda 21 unterstützten Kampagne reihte sich Bürgervorsteher Franz Helmut Pohlmann in den Verband ein.

"Bisher haben sich 14 Mannschaften mit 120 Teilnehmern angemeldet", berichtet Rainer Fumpfei vom örtlichen Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), der die Aktion organisiert. Starten können Einzelpersonen und Teams wie Freundeskreise, Straßengemeinschaften oder Kollegengruppen.

Das in München ansässige Klima-Bündnis für Deutschland sucht auch in diesem Jahr die aktivsten Kommunen, deren Bürger bereit sind, das Auto für den 21-tägigen Zeitraum stehen zu lassen. Die abgefahrenen Radkilometer werden im Internet (www.stadtradeln.de) eingetragen. Auf den Bundessieger warten attraktive Preise. "Interessenten können sich täglich anmelden und mitmachen", so ADFC-Vorstandsmitglied Rainer Fumpfei. Die Aktion endet am 21. September.

Radfahren erspart der Umwelt Lärm und Schadstoffe und schont den Geldbeutel. Vor allem hält es fit.

An einigen Ecken der jüngsten Stadttour mussten die Akteure allerdings ganz schön auf der Hut sein. Teilweise durchquerten sie die schlimmsten Huckelpisten der Stadt, wie zum Beispiel den mit riesigen Schlaglöchern übersäten Sophienweg im Butendiek oder den von mächtigen Baumwurzeln aufgebrochenen Fahradweg am Fritz-Thiedemann-Ring.

"Ich bin gerne dabei gewesen", meinte Bianca Meier, die Mutter des kleinen Daniel. "Die Verwerfungen an manchen Stellen waren allerdings schon recht heftig. Da müsste vielleicht mal etwas getan werden. Am Kanal entlang zu radeln, ist sicher angenehmer", lautete ihr Fazit.

Die nächsten Radfahr-Termine in Heide werden kurzfristig durch Hinweise in dieser Zeitung bekanntgegeben.


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