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29.05.2012 06:00 Uhr Welmbüttel

Försterhaus nur noch eine Ruine

Das 100 Jahre alte Gebäude brennt bis auf die Grundmauern nieder

Da war nichts mehr zu machen: In dem alten, reetgedeckten Försterhaus in Welmbüttel fanden die Flammen reichlich Nahrung. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Wald verhindern.

Da war nichts mehr zu machen: In dem alten, reetgedeckten Försterhaus in Welmbüttel fanden die Flammen reichlich Nahrung. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Wald verhindern.

(hb) Zu einem Großfeuer ist es am Sonntagvormittag in Welmbüttel gekommen. Im Schrumbrooksweg wurde die ehemalige Kreisförsterei ein Opfer der Flammen. Das Reetdachgebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Bewohner - Kreisförster Udo Englert mit seiner Familie - konnten sich rechtzeitig aus dem rund 100 Jahre alten stattlichen Gebäude mit seinen circa 300 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche retten. Das gesamte Hab und Gut wurde jedoch vernichtet.

Kurz vor zehn Uhr kam die Alarmmeldung der Einsatzleitstelle, Sirenengeheul machte weithin auf das Unglück aufmerksam. Die Feuerwehr rückte mit einem Grossaufgebot an die Einsatzstelle. Bereits auf der Anfahrt war für die ersten Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung in dem kombinierten Wohn- und Wirtschaftsgebäude sichtbar. Im Dachbereich schlugen zu diesem Zeitpunkt bereits offene Flammen hervor. Der Welmbütteler Wehrführer und Einsatzleiter Eggert Johannsen alarmierte sofort weitere Löschzüge. Zunächst wurde das Feuer im Außenangriff bekämpft. Herabstürzende Gebäudeteile ließen einen Innenangriff unmöglich werden, die Gefahr für Leib und Leben der Einsatzkräfte wäre zu groß gewesen. Am Boden wurde das Feuer mit diversen B- und C-Rohren bekämpft, aus der Luft über ein Wenderohr der Drehleiter und über einen Dachwasserwerfer der Heider Wehr. Der Aufbau der Löschwasserversorgung gestaltete sich nicht einfach. Der Hydrant liegt circa 400 Meter entfernt, zwei Löschwasserteiche rund 600 Meter. Bis alle Schläuche gelegt waren, verging wertvolle Zeit. Einsatzleiter Eggert Johannsen bezeichnete auf Nachfrage die Wasserversorgung in diesem Bereich als schlecht.

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden bis in den Nachmittag. Immer wieder mussten Brand- und Glutnester bekämpft werden. Eine ständige Brandwache wurde eingerichtet, die immer wieder eingreifen musste. Gestern entschloss man sich dann, mit Maschinenhilfe den Schornstein und die Reste der Deckenkonstruktion einzureißen, um der immer wieder auftretenden Flammen endlich Herr zu werden.

Etwa einhundert Einsatzkräfte von sechs Feuerwehren waren an dem Einsatz beteiligt. Mit dabei die Wehren Welmbüttel-Gaushorn-Schrum, Tellingstedt, Albersdorf, Süderdorf, Rederstall und Heide sowie der Schlauchwagen der Kreisfeuerwehrzentrale. Auch der Kreisbrandmeister war vor Ort.

Die Zusammenarbeit der Wehren habe hervorragend geklappt, sagte Einsatzleiter Eggert Johannsen. Froh zeigte er sich, dass die Flammen nicht auf den anliegenden Wald übergriffen, denn das hätte leicht passieren können - bei dem trockenen Wetter nicht auszudenken. Zum Glück habe der Wind günstig gestanden.

Besonders bedankte er sich bei den Anwohnern aus den anliegenden Wohngebieten. Sie versorgten die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken.

Zur Schadenshöhe und zur Brandursache können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Noch einen Tag später müssen Glutnester in dem Gebäude bekämpft werden.

Noch einen Tag später müssen Glutnester in dem Gebäude bekämpft werden.

Von: Hermann Böttiger

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