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17.04.2012 06:00 Uhr Heide

Genug Lebensretter für die Westküste

DLRG und Wasserwacht haben keine Probleme, Freiwillige für die Strandaufsicht zu finden

Die DLRG-Strandaufsicht am Büsumer Hauptstrand. Das Bild zeigt die Rettungsschwimmer der vergangenen Badesaison. Foto: Ulrich

Die DLRG-Strandaufsicht am Büsumer Hauptstrand. Das Bild zeigt die Rettungsschwimmer der vergangenen Badesaison. Foto: Ulrich

(ch) Gute Nachricht für alle, die sich demnächst in die kühlen Nordsee-Fluten stürzen wollen: Auch in diesem Sommer sorgen Rettungsschwimmer an zahlreichen Badestränden in Dithmarschen für Sicherheit und Ordnung.

Die Zeiten, in denen Wasserwacht und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Probleme hatten, Schwimmmeister für die Badestrände an der Westküste zu finden, sind offenbar vorbei. "Es sieht gut aus", sagt Dieter Salverius, Einsatzleiter beim Zentralen Wasserrettungsdienst Küste des DLRG. Er ist für die Besetzung aller Nordsee-Wachstationen der Gesellschaft zuständig.

Die Zentrale des Dienstes befindet sich im niedersächsischen Bad Nenndorf. Von dort aus koordinieren Salverius und seine Kollegen den Lebensretter-Einsatz an der gesamten deutschen Küste. Dazu zählen auch Strandposten auf den Inseln. Sie stehen unter anderem auf Sylt und Amrum.

Rund 3600 DLRG-Rettungsschwimmer in 90 Wachen sorgen im kommenden Sommer an Nord- und Ostseestränden für ein sicheres Badevergnügen. In Dithmarschen weht die Flagge der Gesellschaft unter anderem in Büsum und Nordermeldorf. Jedoch ist auch während der Badesaison nicht jede Wache durchgehend besetzt (siehe Kasten).

In der Vergangenheit gestaltete es sich für die DLRG bisweilen schwierig, ausreichend Strandaufseher zu finden. "Das war der Hauptgrund dafür, dass wir die Wasserrettung an der Küste mittlerweile von zentraler Stelle organisieren", erläutert Dieter Salverius. Bis vor drei Jahren habe die nämlich noch in der Hand der jeweiligen Landesverbände gelegen.

Aus Sicht der DLRG kann der Sommer kommen. Die Planungen seien fast abgeschlossen, so der Einsatzleiter. "Wir sind gut besetzt", sagt er. Für die Hauptsaison - die großen Ferien - herrsche sogar ein Überangebot an Bewerbern. "Mit denen könnte ich locker noch 200 Kilometer Küste mehr abdecken", berichtet der Einsatzleiter, dem in vielen Fällen jedoch nichts anderes übrig bleibt, als Absagen zu verteilen.

Etwas Magenschmerzen bereite ihm die Vor- und Nachsaison.

"Da fehlen mir hier und da noch Kräfte", fährt Salverius fort. Das liege daran, dass sich viele Schüler für einen Job bei der Strandaufsicht bewerben. "Und die haben nur während der Ferien Zeit", sagt er. Von einer Unterversorgung könne dennoch keine Rede sein.

Ähnlich sieht es bei der Wasserwacht aus, die unter anderem für die Sicherheit und Ordnung am Friedrichskooger Badestrand zuständig ist. "Es war kein Problem Schwimmmeister zu finden", sagt Hans Doll, Vorsitzender der Wasserwacht Dithmarschen.

Seit Jahren kämen die selben Rettungsschwimmer nach Friedrichskoog-Spitze. "Sie kommen aus den neuen Bundesländern, Bayern und dem Saarland und machen gute Arbeit", lobt Doll das Engagement der Freiwilligen. Während der Vorsaison seien täglich drei Bademeister am Wasser. "In der Hauptsaison sogar vier", betont Hans Doll.

Die Strandaufsicht sei zunächst für den Zeitraum von Mitte Mai bis Anfang September geplant. "Wenn sich die Saison verlängert, sind wir aber gerne bereit, eine Woche mehr zu arbeiten."

Von: Christoph Hecht

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