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08.11.2011 06:00 Uhr

Verein Fundgrube sucht Unterstützer

Hilfe für Bedürftige: Lebensmittel, Rat und tatkräftige Hilfe für Menschen aus Burg und Umgebung

Nett und einladend die Ausgabestelle: Hier gibt es nicht nur vergünstigte Nahrungsmittel für Bedürftige.  Fotos: Reißig

Nett und einladend die Ausgabestelle: Hier gibt es nicht nur vergünstigte Nahrungsmittel für Bedürftige. Fotos: Reißig

- Es hat sich herumgesprochen in Burg und Umgebung: Bedürftige bekommen beim Verein Fundgrube Hilfe.

Mehrere Hundert Kundenbesuche pro Monat verzeichnet die Ausgabestelle der Fundgrube in der Burger Waldstraße 9. Eine Anzahl, die für sich spricht.

Damit ist diese Zahl in den drei Jahren seit Gründung der Fundgrube deutlich gestiegen und zeigt, dass die Menschen die Einrichtung gut angenommen und Hemmschwellen überwunden haben. "So etwas muss wachsen", sagt die Leiterin und Koordinatorin, Heidemarie Rühmann und freut sich, dass genau dies mittlerweile geschehen ist.

Zweimal pro Woche, dienstags und freitags, können sich Bedürftige in der Fundgrube mit sehr preisgünstigen Lebensmitteln versorgen. Sie werden dort von ehrenamtlichen Helfern betreut, die inzwischen zu einem "tollen Team" zusammen gewachsen sind, freut sich Leiterin Rühmann. Neben ihr gehören dazu Maria Wepner, Elke Böhnke, Marita Hoffmann, Heide Hoops, Maike Wegner, Anke Nesovic und Claudia Krohn.

Sie leisten in vielerlei Hinsicht Unterstützung in den oft schwierigen Lebenslagen ihrer Kunden und Besucher. Das kann das Ausfüllen von Anträgen sein, Hilfe beim Gang zur Schuldnerberatung oder die Suche von anderen geeigneten Beratungsstellen. Außerdem persönlicher Beistand in unterschiedlichsten Notlagen und ein immer offenes Ohr für Sorgen und natürlich auch Freuden, wenn durch die Hilfe eine Not gelindert und eine Lebenssituation verbessert werden konnte.

Viele Stammkunden haben zu den Fundgruben-Helferinnen ein großes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Absolute Diskretion ist ihnen sicher.

Immer wieder kommen auch neue Kunden und Ratsuchende zur Fundgrube in der Waldstraße 9. Und zwar keineswegs nur am Ende des Monats, wie man vielleicht hätte erwarten können. Nein, die Hilfe wird an unterschiedlichsten Tagen gebraucht, weiß Heidemarie Rühmann, die auch die Dienstpläne erstellt und für den Einkauf zuständig ist.

Werner Rühmann und Hans-Ewald Schröder sorgen als Fahrer dafür, dass die Lebensmittel jeweils zur Ausgabestelle transportiert werden - ebenfalls ehrenamtlich.

Insgesamt 26 aktive Mitglieder wirken mit im Fundgruben-Verein, teilt Vorsitzender und Initiator, Arzt Detlef Meyer aus Burg, anlässlich der Jahresversammlung mit. Einen Teil der Lebensmittel-Versorgung sichern einige Bäckereien und Supermärkte in Burg durch regelmäßige Spenden. Außerdem freut sich der Vorsitzende über Einzelspenden von Geschäfts- und Privatleuten aus Burg und Umgebung. Das können Lebensmittel ebenso wie Geldmittel sein.

Auch ein Scheck von einem großen Kredit-Institut soll noch übergeben werden. Davon möchte der Verein dann einen Kühltresen kaufen.

Die wichtige Arbeit wird komplett aus Spenden, den Mitgliedsbeiträgen (3 Euro pro Monat) und den Einnahmen aus dem Lebensmittel-Verkauf finanziert. Davon müssen sowohl die laufenden Kosten, wie Miete, bestritten werden als auch der Einkauf von Lebensmitteln. Denn die gespendeten Lebensmittel, die bei Edeka-Kliesow in die Spendenbox gelegt oder persönlich in der Waldstraße vorbei gebracht werden, reichen nicht aus, um den großen Bedarf zu decken.

Öffentliche Zuschüsse gibt es nicht. Nur im ersten Jahr hatte die Gemeinde Burg als Starthilfe die Mietkosten beigesteuert. So ist die Rechnung für den Verein Fundgrube jeden Monat wieder knapp. "Wir haben keinen Spielraum", erklärt Detlef Meyer. Er und seine Mitstreiter würden sich vor allem über weitere Mitglieder freuen, die dem Verein mit ihrem kleinen monatlichen Beitrag eine wichtige, kalkulierbare finanzielle Basis sichern würden. Anmeldeformulare liegen in den Burger Banken aus.

Äußerst willkommen ist natürlich auch Unterstützung aus den Gemeinden. So hat zum Beispiel Hochdonn die Fundgrube bereits zweimal mit großzügigen Beträgen bedacht, berichtet Meyer und hofft, dass andere Gemeinden dem Beispiel folgen. Ausdrücklich ist die Fundgruben-Arbeit ja gedacht für Menschen aus Burg ebenso wie aus den umliegenden Gemeinden.

- Der Vorstand des Vereins Fundgrube e. V: Vorsitzender Detlef Meyer, 2. Vorsitzende Ute Scheel, Schriftführer Dirk Krohn, Kassenwart: Harald Scheel, Beisitzer Ewald Schröder und Andreas Hamann (Hochdonn)

- Öffnungszeiten: Dienstags und freitags 10 bis 11 Uhr und 15 bis 16 Uhr.

Kunden bekommen bei Vorlage ihrer Hartz-IV-Bescheinigung oder Rentenbescheinigung eine Fundgruben-Karte ausgestellt.

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