

Bereits im April könnten die Umgestaltungsmaßnahmen beginnen. Für knapp 5,6 Millionen Euro soll der Sandstrand aufgepeppt werden. Archivfoto: Santjer

Maik Schwartau Foto: ti

Sanierungsarbeiten am Sandstrand im März. Foto: Warner
Büsum
- Dem Bürgermeister läuft die Zeit davon. Bereits am 16. Januar sollen die Arbeiten zum Umbau des Sandstrandes ausgeschrieben werden. Dafür benötigt Maik Schwartau grünes Licht für den KTS-Wirtschaftsplan. Doch einer Genehmigung des Zahlenwerkes hatten die Kommunalpolitiker bislang nicht zugestimmt.
Der Wirtschaftsplan des Kur und Tourismus Service (KTS) ist ein umfangreiches Zahlenwerk. Darin sind unter anderem auch die geplanten Investitionen enthalten. Zum Beispiel wird das Großprojekt Umbau des Sandstrandes zur Familienlagune mit knapp 5,6 Millionen Euro aufgeführt. Für finanzielle Entlastung soll eine Förderung aus Mitteln des Landes sorgen. "Der Bescheid wird uns vermutlich in den nächsten Tagen zugestellt werden", hofft Bürgermeister Maik Schwartau.
Dann hätte am Ende nur die Gemeinde Büsum die finanziellen Mittel noch nicht frei gegeben. Aber ohne die Genehmigung der Kommunalpolitik werde auch nicht gehandelt. Das hätte eine ärgerliche Verzögerung zur Folge. Der angepeilte Baubeginn im April würde sich verschieben. Bürgermeister Maik Schwartau stellt in diesem Fall sogar die Fertigstellung der Maßnahme im Jahr 2012 in Frage.
Hintergrund des Ganzen ist nicht die ablehnende Haltung der Kommunalpolitik gegenüber dem Projekt, sondern vielmehr der Unmut in den Fraktionen über den aufgestellten Wirtschaftsplan.
Wegen der hohen Verluste ist in der Vergangenheit oft auf dem KTS-Gebilde herumgehackt worden. Doch eigentlich seien die finanziellen Ergebnisse von den Büsumer Politikern vorgegeben gewesen, so Schwartau. Mit seinem nun präsentierten Wirtschaftsplan wollte er die Kosten "transparenter darstellen". Und zwar sollten die Verluste im Haushalt der Gemeinde ausgewiesen werden. Dadurch ergab sich im KTS-Zahlenwerk in der ersten Berechnung ein Gewinn von mehr als 1,3 Millionen Euro - dort wo in früheren Jahren knapp zwei Millionen Euro Verlust standen.
Die Kommunalpolitiker konnten sich bislang nicht mit dem Werk anfreunden. Sie forderten von Maik Schwartau einen neuen Entwurf. Dieser liegt nun zur Diskussion bei den einzelnen Fraktionen. Die KTS GmbH schreibt demnach in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung eine "0". Der zuvor ausgewiesene Gewinn verschwindet also. Aber nur, weil ein neuer Posten im Zahlenwerk hinzugefügt wurde. "Der Betrag wird intern auf das Konto der Gemeinde überwiesen", erläutert der Bürgermeister.
Mit dieser Veränderung hofft Maik Schwartau, die Genehmigung für das Zahlenwerk zu bekommen. Folgen die Fraktionen dem nicht, dürfte der Zeitplan für den Sandstrand-Umbau auf der Kippe stehen.
- Eigens zu diesem Thema ist für Donnerstag, 5. Januar, zu einer Sitzung der Gemeindevertreter eingeladen worden. Diese beginnt um 19 Uhr im Rathaus.