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Samstag, 04. Februar 2012 | Von: Gesine Groll

Wissenswertes für alle Altersgruppen

Neues Semester-Programm der VHS-Seniorenakademie und erste Vortragspublikation vorgestellt

Dr. Birgit Klimke mit dem neuen Programm der VHS-Seniorenakademie und Dr. Hans-Christoph Goßmann, Leiter der Jerusalem-Akademie, mit den als Buch veröffentlichen Vorträgen der Akademie-Reihe "Die Geschichte des Christentums". Foto: Groll

Dr. Birgit Klimke mit dem neuen Programm der VHS-Seniorenakademie und Dr. Hans-Christoph Goßmann, Leiter der Jerusalem-Akademie, mit den als Buch veröffentlichen Vorträgen der Akademie-Reihe "Die Geschichte des Christentums". Foto: Groll

Meldorf

(gro) Sie heißt zwar VHS-Seniorenakademie, aber sie richtet sich an Hörer aller Altersgruppen. Das Angebot für das Sommersemester 2012 "ist so bunt wie ein Sommerblumenstrauß" heißt es im Vorwort zum Programmheft.

Der Blick ins Inhaltsverzeichnis bestätigt das: Geschichte und Archäologie, Naturwissenschaft, Altersforschung, Wirtschaftswissenschaft, Literatur und Kunstgeschichte stehen auf dem Plan. Dabei setzen die Organisatoren auf eine gute Mischung aus Bewährtem und Neuem.

Zu den bewährten Seminarreihen gehört unter anderem die "Geschichte Dithmarschens". Diesmal geht es um die Geschichte von Kunst und Kunsthandwerk. Referentin ist Dr. Jutta Müller, die Leiterin des Dithmarscher Landesmuseums. Weitergeführt werden die Reihe zur ägyptischen Architektur mit Beate Schukraft-Scholz und die über kunstgeschichtliche Epochen mit Regina Bouillon, die sich diesmal dem Rokoko zuwendet.

Neu sind Angebote zu den Themen Kreuzzüge, Pfarrgärten sowie Exkursionen. So mündet zum Beispiel die Reihe über die Architektur und Geschichte Kopenhagens in eine dreitägige Fahrt in Dänemarks Metropole, um das theoretische Wissen dort durch praktische Anschauung zu untermauern.

"Es ist geplant, auch zu weiteren Themen Exkursionen anzubieten", kündigt Dr. Birgit Klimke an, die seit November zusammen mit Dr. Bouillon die VHS-Seniorenakademie organisiert. Sie ist Chemikerin und will sich inhaltlich vor allem dem Bereich Naturwissenschaften widmen. Ebenso kümmert sich Dr. Klimke - bis 2010 Fachbereichsleiterin an der VHS Heide - um die Vertiefung der Kooperation mit der Fachhochschule Westküste (FHW). Nach dem großen Interesse am Marketing-Seminar bei Professor Ruge mit bis zu 30 Teilnehmern im vorigen Semester steht jetzt "Messtechnik" auf dem Programm. Professor Veyhl öffnet seine FH-Vorlesung für die VHS-Seniorenakademie.

Immer mehr der AkademieTeilnehmer möchten forschen und regionalgeschichtlich interessante Projekte mitgestalten. Um sich in den Archiven die nötigen Informationen aneignen zu können, beziehungsweise neue Erkenntnisse auszugraben, muss man in alten Akten lesen. Das ist nicht so einfach, weil diese in Sütterlin, der alten Kurrentschrift, verfasst wurden. Es liegt also nahe, ein entsprechendes Seminar zum Erlernen dieser Schrift anzubieten. Dafür - und auch das zeichnet das Konzept der Seniorenakademie immer wieder aus - wurde ein einheimischer Referent engagiert: Dr. Dieter Launert, früherer Direktor der Meldorfer Gelehrtenschule und anerkannter Regional-Geschichtsforscher.

Besonders umfangreich sind in diesem Semester die Angebote im Fachbereich Literatur. Ein Schwerpunkt ist Mexiko. Dazu sind für das Wintersemester fächerübergreifend weitere Angebote geplant.

Das Sommersemester, mit insgesamt 17 verschiedenen Seminaren, Vorlesungen und Vorträgen startet im März. Das Programmheft liegt an vielen Stellen im Kreis aus und ist im Internet unter www.vhs-dithmarschen.de zu finden. Telefonisch erteilt die Geschäftsstelle des Vereins Dithmarscher Volkshochschulen Auskunft unter Tel.: 0 48 32/42 43.

In der Regie dies Vereins wurde die Seniorenakademie seit 2009 aufgebaut. Eine Vortragsreihe über die "Geschichte des Christentums", mit der die Akademie unter anderem gestartet war, ist inzwischen dauerhaft dokumentiert. Dr. Hans-Christoph Goßmann, bis 2008 Pastor in Tellingstedt, jetzt Leiter der Jerusalem-Akademie in Hamburg, hat die insgesamt sechs Vorträge als Buch in der Schriftenreihe "Jerusalemer Texte" herausgegeben. Er hatte die Reihe damals entwickelt und namhafte Referenten dafür gewonnen, darunter Altbischof Hans Christian Knuth oder Dithmarschens ehemaliger Propst Henning Kiene. "Die Vorträge waren so gut, dass sie einfach publiziert werden mussten", sagt Goßmann. Die Texte würden sich insbesondere durch die allgemeinverständliche Darstellung der schwierigen Thematik auszeichnen, "so dass nicht nur Theologen sie gut finden".

- Erschienen ist das 120 Seiten starke Buch im Verlag Traugott Bautz: Jerusalemer Texte - Geschichte des Christentums, H. Ch.Goßmann (Hrsg) ISBN 978-3-88309-663-6


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