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Freitag, 03. Februar 2012 | Von: Reinhard Geschke

Verwaltung organisiert auch künftig das Stadtfest

Amtsausschuss gibt grünes Licht für weiteren Einsatz der Amts-Mitarbeiter

Die Sporthallen-Inventar wandert für das Konzert in ein Zelt. Das Archivfoto zeigt die Vorbereitungen durch den Bauhof.

Die Sporthallen-Inventar wandert für das Konzert in ein Zelt. Das Archivfoto zeigt die Vorbereitungen durch den Bauhof.

Das Marner Stadtfest mit seiner Kohlhobel-Weltmeisterschaft wird auch künftig von der Verwaltung organisiert. Diese Leistung zu vergeben, sei noch teurer, als wenn es die Verwaltung macht.  Fotos: Meißner/Boelter

Das Marner Stadtfest mit seiner Kohlhobel-Weltmeisterschaft wird auch künftig von der Verwaltung organisiert. Diese Leistung zu vergeben, sei noch teurer, als wenn es die Verwaltung macht. Fotos: Meißner/Boelter

Marne

- Ganz genau wollte es der Amtsausschuss wissen, deshalb wurde im nicht öffentlichen Teil beraten, wie viele Stunden die Verwaltung und der Bauhof in die Vorbereitung, Planung und Umsetzung von Veranstaltungen investiert. Am Ende waren sich alle einig, dass die Aufgaben auch in Zukunft so verteilt bleiben.

Immer mal wieder hatten Bürgermeister während der Sitzungen des Amtsausschusses das Thema Personal und die Durchführung von Veranstaltungen angesprochen. Vor kurzem stand es auf der Tagesordnung. Öffentlich hat es niemand deutlich formuliert, doch ging es auch um die Frage, ob es die Aufgabe einer Verwaltung und deren Mitarbeiter ist, Veranstaltungen wie das Neujahrskonzert, das Stadtfest oder auch begleitend den Kohltagelauf mit zu organisieren.

Dass hinter verschlossenen Türen diskutiert wurde, könnte als Beleg für die Brisanz verstanden werden, doch so kam es dann anscheinend doch nicht. Wie Amtsvorsteher Johannes Voigt sagte, habe es nur eine relativ kurze Diskussion gegeben. Während dieser wurden die Zahlen vorgestellt, wie lange die Verwaltung und der Bauhof der Stadt Marne für diese weiteren Aufgaben benötigen. Insgesamt werden rund 1100 Stunden im Jahr dafür investiert. Davon erbringt allein der Bauhof den größten Anteil mit knapp 600 Stunden. Dieser ist zum Beispiel beim Neujahrskonzert eingebunden und rüstet die Sporthalle mit den benötigten 1100 Stühlen aus. Zudem wird die Bühne auf- und anschließend auch wieder abgebaut. Zum Stadtfest sorgt der Bauhof für eine geschmückte Stadt mit mehreren Bannern und verschiedenen Kohltage-Arrangements, baut Bühnen auf und ebenfalls wieder ab. Allerdings verhält es sich mit den Mitarbeitern des Bauhofes etwas anders: Diese sind zwar Mitarbeiter des Amtes, aber finanziert wird dieser allein von der Stadt Marne. Diese Regelung gilt auch für den Bauhof in Friedrichskoog. Weil es damals zur Fusion im Amt Marne-Land keinen Bauhof gab, wurde für die finanziellen Lasten diese Lösung gewählt.

Zahlenmäßig klingt der Aufwand nach viel, aber bei Betrachtung des Ganzen ist das nicht so: Das Amt Marne-Nordsee hat insgesamt 100 Mitarbeiter (Stand von 2010), die jeder 1850 Stunden, zusammen also rund 185 000 Stunden im Jahr arbeiten. Da sind die 1100 Stunden gemessen an der Gesamtarbeitszeit gerade mal 0,6 Prozent. Allerdings planen nicht alle Angestellten und Beamten die Veranstaltungen, sondern ein Kern von insgesamt vier Mitarbeitern.

Für Amtsvorsteher Johannes Voigt war die Entscheidung klar, vor allem auch vor dem finanziellen Hintergrund: "Man kann diese Leistung auch extern vergeben, aber dann wird es noch teurer", sagte er. Zudem sei die Arbeit der Verwaltung, auch wenn sie nicht zur originären Aufgabe gehört, auch eine Dienstleistung für die Region und darüber hinaus.

Somit hat die Verwaltung nun auch künftig freie Hand bei der Planung und Organisation dieser Veranstaltungen. Allerdings hat der Amtsausschuss auch entschieden, dass zum einen die Hauptaufgaben nicht darunter leiden dürfen und zum anderen der Zeitaufwand für Veranstaltungen nicht über das Maß von acht bis zehn Prozent der Arbeitszeit der vier Mitarbeiter ausgedehnt werden darf.


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