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Dienstag, 21. Februar 2012 | Von: Michaela Reh

Unterschriften für Erhalt des Südseitentreffs

400 Bürger haben bislang unterzeichnet: Listen sollen morgen im Rathaus überreicht werden

Hasse

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Sommer 2011: Erzieherin Helga Reez, hier mit Tobias Hoyer, vor dem Südseitentreff. Im kommenden Monat wird sie die Einrichtung verlassen.  Foto: Möller

Sommer 2011: Erzieherin Helga Reez, hier mit Tobias Hoyer, vor dem Südseitentreff. Im kommenden Monat wird sie die Einrichtung verlassen. Foto: Möller

Haben Unterschriften für den Erhalt des Südseitentreffs gesammelt: Katja Dettlof (li.) und Rebecca Gültekin.  Foto: Reh

Haben Unterschriften für den Erhalt des Südseitentreffs gesammelt: Katja Dettlof (li.) und Rebecca Gültekin. Foto: Reh

Brunsbüttel

- Die Stadt hat den Arbeitsvertrag mit Erzieherin Helga Reez nicht verlängert. Die langjährige Betreuungskraft vom Südseitentreff wird bereits Ende kommenden Monats ihre Sachen packen und die Jugendeinrichtung verlassen - nicht etwa, weil sie ihren Job nicht gut gemacht hätte, sondern weil die Kommune sparen muss. Zwei Mütter von der Südseite kämpfen jetzt für den Erhalt des Treffs in seiner jetzigen Form und haben eine Unterschriften-Aktion gestartet. Morgen sollen die Listen Bürgermeister Stefan Mohrdieck übergeben werden.

Vorweg eine gute Nachricht: Alle Fraktionen in der Ratsversammlung sind sich einig, dass der Jugendtreff in der ehemaligen Schule in der Jahnstraße erhalten bleiben soll. Auch die sogenannte Haushaltskonsolidierungsrunde hat nicht etwa die Schließung dieser städtischen Einrichtung beschlossen. Auch 2013 sollen sämtliche Einrichtungen der Stadt vielmehr bestehen bleiben. Dennoch muss überall kräftig gespart werden.

Deshalb befürchten die beiden Brunsbüttelerinnen Rebecca Gültekin und Katja Dettlof, dass die Einschnitte beim Südseitentreff drastisch ausfallen werden, insbesondere, was die Öffnungszeiten angeht. Zurzeit hat der Südseitentreff seine Pforten montags bis freitags, jeweils von 14 bis 18 Uhr, geöffnet, wie Rüdiger Hasse, Leiter des Mehrgenerationenhauses (MGH) und des Treffs, mitteilte.

Rebecca Gültekin und Katja Dettlof haben eine Unterschriften-Aktion für den Erhalt der Einrichtung mit den aktuellen Öffnungszeiten gestartet. "Rund 400 Brunsbütteler haben bislang unterschrieben", sagt Gültekin gegenüber unserer Zeitung. Einige von ihnen wohnen sogar auf der Nordseite. "Sie alle wissen, wie wichtig der Treff für unsere Kinder ist. Ohne ihn sitzen die doch alle auf der Straße", betont Gültekin. Dass Helga Reetz gehen muss, bedauert die Mutter von zwei Mädchen sehr: "Ihr vertrauen die Kinder und Jugendlichen." Gleichzeitig sei sie eine Respektsperson: "Was sie sagt, machen die Mädchen und Jungen auch." Gültekin und Dettlof sorgen sich jetzt, dass der Treff, sobald Helga Reez weg ist, nicht mehr täglich geöffnet ist und die Betreuungskräfte häufig wechseln. "Wir wurden ja schon informiert, dass sich das Konzept ändert, aber nicht darüber, wie es sich ändert. Nun haben wir einige Fragen an den Bürgermeister", sagt Dettlof.

Mike Missullis von der Stadtverwaltung, Leiter des Fachbereichs I, hat auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt, dass der Fünf-Jahresvertrag mit Helga Reetz nicht verlängert wurde und schon deshalb über ein neues Konzept für den Südseitentreff nachgedacht werden müsse. "Das Thema wird bei der nächsten Sitzung des Jugendausschusses auf die Tagesordnung kommen. Letztendlich müssen die Kommunalpolitiker entscheiden, wie es mit der Einrichtung weitergeht."

MGH-Leiter Rüdiger Hasse betont, dass bis zu den Sommerferien möglichst die alten Öffnungszeiten beibehalten werden sollen, auch wenn Helga Reez dann schon nicht mehr im Treff arbeitet. "Wir wollen versuchen, dass es weiterhin ein oder zwei feste Betreuungskräfte gibt, die ich aus dem MGH-Team abziehen werde." Das habe zur Folge, dass sich auch im MGH etwas an den Zeiten ändern wird.

Im Jugendtreff tummeln sich täglich durchschnittlich 20 bis 35 Kinder. Ab 17 Uhr bekommen die Besucher kostenfrei zu essen, was zum großen Teil vom Förderverein des Südseitentreffs finanziert wird.


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