

Storchenbetreuer Rolf Zietz fährt zum Beringen der Jungstörche mit einem Hubsteiger zum zwölf Meter hohen Nistplatz. Foto: Tiessen
(ti) Die vielen starken Regenschauer während der vergangenen Tage und Wochen hat den Störchen ganz schön zugesetzt. Aus allen Teilen des Landes gibt es Meldungen über tote Jungvögel.
Als dramatisch möchte Rolf Zietz, ehrenamtlicher Storchbetreuer des Naturschutzbundes (Nabu) aus Linden-Pahlkrug, die Situation jedoch noch nicht bezeichnen, aber "die Verluste sind schon erheblich". Die diesjährige Brutsaison ist seinen Angaben zufolge schwierig. Einige Jungstörche haben nicht überlebt - wegen zu langer Regenphasen und den bisher zu kühlen Temperaturen.
Der Juni ist der Monat des Hoffens bei den Betreuern im Land. Bei Trockenheit wäre es schwierig für die Alttiere, Schnecken, Frösche oder Regenwürmer zu finden. Die gemähten Wiesen trocknen schnell aus. Aber bei zu viel Regen und niedrigen Temperaturen droht den Jungvögeln der Kältetod. Letzteres ist jetzt eingetreten. Gut ein Drittel des Nachwuchses ist tot. Aktuell sind es nur noch 21 Jungstörche, die das nasskalte Wetter der vergangenen Wochen überstanden haben.
Von: Ralf Tiessen