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09.05.2012 · 11:32 Uhr

Demonstranten attackieren Polizei in Lübeck

(rd) In der Nacht zum Mittwoch kam es im Zusammenhang mit einer unangemeldeten linken Demo zu einem Großeinsatz der Polizei in Lübeck. Passanten informierten die Beamten um 22.10 Uhr über eine größere Personengruppe an der Untertrave. An der Spitze des Aufzuges befanden sich nach Polizeiangaben zirka 25 Teilnehmer, welche sich mit Basecaps, Sonnenbrillen, Mundtüchern und zum Teil mit Sturmhauben vermummt hatten. Als der Einsatzleiter der Polizei die Versammlungsteilnehmer im Bereich der oberen Beckergrube ansprechen wollte, wurden Böller in Geschäftseingänge und gegen Schaufensterscheiben sowie in Richtung der Beamten geworfen und ein bengalisches Feuer entzündet. Daraufhin wurde der Aufzug in der Fußgängerzone Breite Straße durch zunächst vier Funkstreifenwagen gestoppt. Unmittelbar nach dem Verlassen der Streifenwagen wurden die Beamten von zirka 30 vermummten Personen angegriffen. Aus der Menge der insgesamt 50 bis 60 Versammlungsteilnehmer wurde lautstark dazu aufgefordert, dass man sich nicht stoppen lassen solle. So versuchte die Gruppe durch Anrennen die Beamten zu überrennen und mit Fäusten auf sie einzuschlagen. Es kam daraufhin zum Schlagstock- und Reizstoffeinsatz. Zunächst wurden fünf Personen vorläufig festgenommen. Gegen 1.50 Uhr errichtete eine Gruppe von zirka 15-20 Vermummten eine Blockade durch Müllcontainer auf der Fahrbahn der Willy-Brandt-Allee. Man griff zivile Aufklärungskräfte an, indem Steine auf die Fahrzeuge geworfen wurden. Zur Verbarrikadierung stellten mehrere Personen Mülltonnen, die offenbar mit Glasflaschen gefüllt waren, hinter dem Tor bereit. Nach Aufnahme von Gesprächen vor Ort konnte die Lage aber beruhigt werden. Die Entlassungen aus dem Polizeigewahrsam erfolgten am frühen Morgen.



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